Grampians, Aberdeen & Moray

Bereits im Mittelalter galten Aberdeenshire und Moray zu den reichsten und fruchtbarsten Regionen der Highlands. Bekanntheit errang die hier gezüchtete Rinderrasse „Aberdeen Angus“ (bzw. auch Black Angus). In keiner anderen Region Schottlands reihen sich so dicht an dicht mehr Schlösser und Burgen. Moray lockt seine Besucher indes mit seinen zahlreichen Whiskydestillerien, die vor allem im Tal des Flusses Spey und seinen Nebenflüssen anzutreffen sind. Das weiche Wasser eignet sich hier ganz besonders für die Whiskyproduktion. 

Blairgowrie und Braemar

Blairgowrie mit ca. 8500 Einwohnern ist einer der wichtigsten touristischen Orte unweit des romantischen Tales von Glenshee, welches als das Tor zu den Grampian Highlands angesehen werden kann. Hierbei handelt es sich auch um ein bedeutendes Skigebiet in Schottland. In Braemar, einem beliebten Ferienort, finden jedes Jahr am 1. Samstag im September die bekannten Highland Games statt. Bei diesem gesellschaftlichen Ereignis, an dem auch die königliche Familie als Zuschauer teilnimmt, gibt es allerlei interessante Wettkämpfe zu sehen, darunter z.B. „Baumstammwerfen“, und „Tauziehen“, aber auch die traditionellen schot-tischen Tänze werden hier aufgeführt. Braemar Castle, 2 km nördlich des Ortes, wurde im Jahre 1628 erbaut, jedoch bereits 1689 fast völlig zerstört. Nachdem die Engländer in der Schlacht von Culloden als Sieger hervorgingen, errichteten sie hier einen Stützpunkt für ihre Truppen.

Balmoral Castle und Ballater

Durch das Tal des Flusses Dee erreicht man Balmoral Castle, 1855 im Baronialstil erbaut und die Sommerresidenz der Royals. Sofern sich kein Mitglied des Königs-hauses dort aufhält, kann das Anwesen und ein Festsaal des Schlosses mit Gemäldesammlung und königlichem Silber besichtigt werden.

Ballater erlangte bereits im 18. Jh. einen gewissen Wohlstand aufgrund der nahe gelegenen Pannanich Springs, die als Heilquellen galten. Heute findet man das Deeside Natural Water in Flaschen abgefüllt. Zu Zeiten Queen Viktorias war der Bahnhof von Ballater das Endziel der Königin und ihres Gefolges und trägt deshalb noch heute die Bezeichnung Old Royal Station. Am Station Square haben die Dee Valley Confectioners ihren Sitz, die sich mit der Produktion und Auslieferung von traditionellen schottischen Süßigkeiten einen Namen gemacht haben. Eine Besichtigung ist möglich und der Eintritt ist frei. Wanderfreudige zieht es ebenfalls in die Region von Ballater, da zahlreiche ausgeschilderte Wanderwege in die Umgebung führen.

Banchory, Huntly und Banff

Banchory ist ein hübscher Luftkurort, an der Bridge of Feugh kann man mit viel Glück Lachse springen sehen. 5 km hinter Banchory liegt Crathes Castle, ein Tower House aus dem 16. Jahrhundert, das im reinsten schottischen Baronialstil errichtet worden ist. Berühmt sind seine drei bemalten Holzdecken mit unterschiedlichen Themen.

Die Grampians sind vor allem für ihren Reichtum an Schlössern, Burgen und Whiskybrennereien bekannt. Aus diesem Grunde gibt es sogar speziell vom schottischen Verkehrsamt ausgearbeitete Routen, die sich Castle- und Whisky-Trail nennen.

Huntly ist eine freundliche Kleinstadt mit den Ruinen einer Burg, dem Huntly Castle aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Ein weiteres hübsches Hafen-städtchen an der Nordseeküste ist Banff – hier sieht man viele gut erhaltene Häuser aus dem 18.Jhd. Die nördliche Küste der Grampian Highlands galt lange Zeit als eine arme Region.

Viele der jungen Leute wanderten in die Städte ab. Die Fischerhäuschen der an die Küste gedrängten Orte werden häufig als Ferienhäuser genutzt. Entlang der B 9031 reihen sich die Fischerorte Crovie, Gardenstown und Pennan. Pennan war einer der Drehorte des Films „Local Hero“. Noch heute pilgern Kinofans in den Fischerort, um die berühmte rote Telefonzelle, die im Film eine große Rolle spielt, zu fotografieren. Eine Bürgerinitiative erreichte, dass anstelle des ursprünglichen roten Requisits eine wirklich funktionstüchtige Telefonstelle aufgestellt wurde.

Keith und Dufftown

In der kleinen Marktstadt Keith befindet sich der Sitz der Strathisla Distillery. Sie gilt als älteste Brennerei in den Highlands und liegt wunderschön an dem Fluss Isla. Sie kann von Ostern bis Oktober besichtigt werden (der Eintritt ist frei). Zwischen den Ortschaften Keith und Dufftown gibt es eine 18 km lange historische Bahnstrecke, auf der „Oldtimerzüge“ aus den 50 er Jahren in den Sommermonaten Besucher und Bahn-Fans in Begeisterung versetzen. Dufftown gilt als das Zentrum der Whiskyproduktion. Gleich sieben Destillerien sind in der näheren Umgebung des Ortes ansässig. Die wohl Bekannteste ist die Glenfiddich Destillery. Sie kann von Ostern bis Oktober besichtigt werden und der Eintritt ist frei. Die Glenfiddich Destillerie ist die einzige Whiskybrennerei im schottischen Hochland, die ihren Whisky direkt an Ort und Stelle abfüllt. In Craigellachie im schönen Spey Tal lohnt ein Besuch des Speyside Cooperage Visitor Centre, welches sich mit der Herstellung von Whiskyfässern beschäftigt – die jährliche Produktion liegt bei rund 100 000 Eichenfässern. Im Besucherzentrum kann man den Küfern (Fassbindern) bei ihrem Handwerk zusehen und wird anschaulich über die lange Tradition dieses Gewerbes informiert (Eintritt).

Elgin

In Elgin, Provinzhauptstadt der Grafschaft Moray unweit der Nordseeküste sollte man sich vor allem die Ruinen von Elgin Cathedral (13. Jhd.) ansehen – im Mittelalter spielte der Ort eine bedeutende Rolle. Die Kathedrale wurde 1224 geweiht und wird auch als „Laterne des Nordens“ bezeichnet. Aber bereits 1390 wurde sie von Wolf of Badenoch niedergebrannt, so dass heute nur noch die Überreste des achteckigen Kapitelsaales zu sehen sind, die aber trotz allem beeindruckend sind. 

Aberdeen

Aberdeen, auch „Silver City by the Sea“ oder „Granite City“ genannt ist die drittgrößte Stadt Schottlands und verdankt diese Bezeichnungen der Tatsache, dass ein Großteil seiner Gebäude aus heimischen silbergrauen Granit erbaut worden sind. Bei Sonnenschein erstrahlt die Stadt in einem silbernen Glanz während bei trübem Regenwetter die Atmosphäre eher trist zu nennen ist. Das Zentrum Aberdeens bildet die Union Street, Haupteinkaufsstraße und eine Ost-Westverbindung, in deren näheren Umgebung sich die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten finden. Schon im Mittelalter war Aberdeen eine bedeutende Handelsstadt mit einem florierenden Fischereihafen. Im 18. Jahrhundert wurde sie zu einem Zentrum für die Papier- und Textilindustrie. Auch Seilereien und der Walfang spielten eine große Rolle für die Stadt. Nachdem der Walfang mit dem beginnenden 19. Jahrhundert jedoch einen Niedergang erlebte, löste die Heringsfischerei diesen als Haupteinnahmequelle ab. Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts boomt die Stadt aufgrund ihrer reichen Erdölfunde in der Nordsee und auch die Lebenshaltungskosten für die Einwohner sind entsprechend gestiegen.

Sehenswert ist die schöne Altstadt, hier im besonderen das eindrucksvolle St. Marishals College, welches das zweitgrößte Granitgebäude der Welt darstellt. Das 1593 gegründete protestantische College wurde 1860 mit dem älteren King’s College (katholisches College) als Universität zusammengeschlossen. Das erstere beherbergt die Naturwissenschaften während im letzteren die Geisteswissenschaften untergebracht sind. Die Besichtigungen der King’s College Chapel aus dem 16. Jh. sowie des King’s College Visitor Centres, welches in einer Audivisionsshow die Geschichte der Universität erzählt, sind beide kostenfrei.

Im Marishal Museum (1786 gegründet) trifft man auf eine umfangreiche Sammlung von Exponaten, die sich mit der Historie des schottischen Nordostens befassen. Aber auch Fund- und Sammlerstücke aus dem Herkunftsraum anderer Völkerschaften weltweit ziehen die Besucher an. (Der Eintritt ist kostenlos).

Nicht weit entfernt liegt die Kirk of St. Nicolas, ehemals eine der größten mittelalterlichen Kirchen Schottlands. In Old Aberdeen trifft man auf die im 15. Jh. erbaute St. Machar’s Cathedral, ursprünglich Mitte des 12. Jh. erbaut, stammen die meisten Gebäudeteile, die man heute sehen kann aus dem 14./15. Jh. Es soll weltweit die einzige Kathedrale aus Granit sein.

Südlich von Aberdeen trifft man auf das Fischerörtchen Stonehaven und Hauptstadt der Grafschaft Kincardineshire. Mit seinem hübschen Hafen und dem nicht weit entfernten Dunottar Castle ist es ein touristischer Anziehungspunkt. Die aus dem 9. Jh. stammende Festung, die einst als uneinnehmbar galt, ist sicherlich eine der beeindruckendsten schottischen Burgruinen. Auf einem 50 m hohen Felsen thronen die Überreste der Burg, die als Kulisse für die Hamlet-Verfilmung mit Mel Gibson und Glenn Glose dienten.

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